Blut ist Leben!

Ein Aufruf zur Blutspende!
(und eine Aktion an der Uniklinik Freiburg)

Blut ist eine phantastische Erfindung der Natur! Irgendwann in der Evolution, nachdem aus Einzellern Vielzeller wurden, gestaltete es sich schwierig mit dem Transport von Nährstoffen zu im Inneren gelegenen Zellen. Je größer ein Organismus wurde, desto mehr Zellen lagen nicht mehr an der Oberfläche und deren Versorgung wurde schwieriger – bis Flüssigkeiten als Transportmedium für Nährstoffe eingesetzt wurden. Bei Pflanzen und Bäumen etwa wird das für die Blätter nötige Wasser durch Kapillarkräfte entgegen der Gravitation durch Halme, Stämme oder Äste nach oben befördert. Für bewegliche Organismen (Tiere und Menschen) entwickelte sich das, was was heute Blut ist. Beim Menschen sorgt ein Herz für Antrieb und Durchfluss. Darm, Lunge und viele weitere Organe tauschen Nähr- und Abfallstoffe mit dem Lebenssaft aus.

Die moderne Medizin ermöglicht heute sehr viel mehr, was sich die Evolution quasi gespart hatte. So können mittlerweile viele Menschen gerettet werden, bei denen die Blutbildung nicht funktioniert oder etwa durch eine Chemotherapie außer Kraft gesetzt wird. Und deshalb sind Blutspenden so wichtig. In Deutschland kommen (wie in Botschafter der Schattenarmee erwähnt) jährlich 500.000 Krebspatienten hinzu. Fast alle werden mittels Chemotherapien behandelt. Sie sind zwangsläufig auf Blutpräparate angewiesen. Und es gibt noch viele weitere Erkrankungen, für deren Therapie Blutpräparate lebensrettend sind.

Damit eine durchgehende Versorgung für Patienten problemlos stattfinden kann, wäre eine Spender-Quote von 5% der Bevölkerung* nötig. Aktuell sind es je nach Region teilweise nur 3%. Eine Tatsache, die ich verbessern möchte. Vor Kurzem wurde ich angesprochen, ob ich als Botschafter für eine Blutspendeaktion der Uniklinik Freiburg eintreten wolle. Sofort hatte ich zugesagt. Denn ohne Blutpräparate aus Blutspenden hätte ich die Therapie nicht überlebt. Die Medizin macht heute zwar sehr viel möglich, wenn ein Medikament nicht wirkt oder die Nebenwirkungen zu groß sind, gibt es oft Ausweichstrategien. Aber Blut kann nicht ersetzt werden. Für viele Therapien ist es elementar.

Also bin ich nun „Botschafter“. Klingt ziemlich hochtrabend, hat aber auch ein wenig Spaß gemacht.

v.l.n.r. Maja, Ane, Alex (ich), Philipp - Tatkräftige Unterstützung incl. Blutspende bekam ich durch Maja und Philipp von der befreundeten Musikband Maja and the Jacks** und von meiner Frau Ane. Vielen Dank! Das Team Leukofight and Friends freut sich auf weiteren Zuwachs.

Die Aktion heisst BM vor WM – Blutspendemeisterschaft vor Weltmeisterschaft. Es können sich Teams (Vereine, Freundesgruppen, etc.) anmelden und gegeneinander antreten. Mein Team heißt Leukofight and friends. Wer die meisten Blutspenden für sein Team zählt, hat gewonnen. Das Preisgeld liegt bei 500 EUR und falls mein Team gewinnt, wird das Geld auf die Stammzelldatei Freiburg und weitere gemeinnützige Krebs-Organisationen verteilt.

Für den Link zur Aktion einfach auf das Bild klicken.

Für jeden Spender gibt es zusätzlich einen kleinen Vorteil: 25 EUR cash auf die Kralle.

Also, hier meine Botschaft: Spendet Blut! Mit jeder Spende rettet Ihr Leben (wie z.B. meines), die von der Evolution streng gesehen keine zweite Chance bekommen hätten. Und wer zufällig in Freiburg an der Uniklinik spendet, ist herzlich eingeladen, bei der Anmeldung meinen Teamnamen zu nennen: Leukofight and friends. Es ist für einen guten Zweck!

*Damit ist die Gesamtbevölkerung in Deutschland gemeint. Es fallen hierbei unter 18- und über 68-jährige heraus, das sind schon mal ganz grob 40%. Bleiben die mit dem passenden Alter. Dann fallen noch wir Krebspatienten weg (pro Jahr 500.000 neue). Weiter gibt es auch diverse Erkrankungen, die eine Blutspende unmöglich machen. Und es gibt noch weitere Faktoren. Zum Schluss bleiben also gar nicht mehr so viele übrig, die wirklich spenden können.

Wer einen Kurzcheck zur eigenen Blutspende“eignung“ machen möchte, kann sich hier durchklicken.

**Der Link zur Musikband Maja and the Jacks.

Das nächste Kapitel folgt in KW 21 – Es geht um die von mir heißgeliebte Knochenmarkpunktion. Eine sehr schmerzhafte Prozedur, die als Leukämiepatient regelmäßig gemacht werden muss.